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Artikel getaggt mit ‘oma’

Eine Qual – für die Angehörigen

8. Oktober 2009 5 Kommentare

Sie lebt noch – ist aber seit gestern morgen im sogenannten „Sterbeprozess“. Gestern Mittag wurde die Beatmungsmaschine abgestellt. Sie hat vorher eine große Dosis Morphin bekommen, damit sie ruhig und ohne Schmerzen einschlafen kann.

Nun haben die ärztlichen Betreuer gesagt, dass der Vorgang nach dem Abstellen der künstlichen Beatmung sehr schnell von statten gehen wird. Nun kämpft sie seit über einem Tag, die Ärzte meinen dass sie ein sehr starkes Herz hat. Sie atmet selbstständig und ruhig, nachdem was ich gehört habe, denn seit vorgestern habe ich es nicht mehr übers Herz gebracht sie so zu sehen, ich will sie lieber so in Erinnerung behalten wie sie 14,5 Jahre meines Lebens war.

Sie wurde jetzt von der überfüllten Intensivstation in ein ruhiges Einzelzimmer gebracht, wo es keine strengen Besuchsregeln mehr gibt. Man könne dort sogar bei ihr übernachten, obwohl das nun wirklich nicht so schön wäre. Mein Opa und eine Tante sind eben gerade noch mal zu ihr gefahren, eine Tante und eine Großtante sind bereits dort.

Um die Bestattung kümmern wir uns auch schon, eine anonyme Feuerbestattung mit Urne. Den Garten haben wir endlich verkaufen können, und zuzüglich ihrer Sterbeversicherung können wir mit dem Geld ein schönes letztes Ende bereiten.

Ich werde jetzt zusehen dass ich das normale Leben schnellstmöglich in den Griff bekomme. Deshalb wird das auch voraussichtlich der letzte Beitrag über meine Oma sein und ab morgen gibt es dann wieder die normalen und etwas schöneren Beiträge. Eventuell werde ich euch noch mal über die Beerdigung informieren. Wenn sie endlich erlöst ist, werde ich euch höchstwahrscheinlich per Kommentar auf diesen Beitrag informieren, es sei denn ihr wollt es gar nicht wissen, das müsst ihr mir nur sagen. Auch könnt ihr mich in Zukunft wieder über Skype erreichen.

Warum es so schnell geht, kann ich euch auch sagen: Mit dem Trauern muss ich nicht erst auf den Tod warten. Für mich ist meine Oma schon in der Nacht des Schlaganfalls gestorben, denn sie würde sich, wenn sie noch mal aufwachen würde, nicht mal mehr an mich erinnern. Ein Wachkoma ist für mich eine lebende Hülle, kein Mensch. Ist hart, für mich sind aber innere Werte nun mal entscheidend.

Ich bedanke mich für alle Kommentare und Mutzusprechungen. Morgen geht es dann (hoffentlich) mit Schwung weiter.

EDIT: Wie versprochen habe ich euch in einem Kommentar auf diesen Beitrag über den Tod meiner Oma informiert. Wenn ihr näheres wissen wollt könnt ihr den Kommentar lesen.

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Sie wird es nicht überleben

6. Oktober 2009 2 Kommentare

Seit 11 Jahren lebe ich bei meinen Großeltern, und nun steht es um meine Oma sehr schlecht.

Die Gehirnfunktion ist nahezu völlig eingestellt, durch den Sauerstoffmangel ist der Großteil des Hirns abgestorben. Sie hat zwar die Augen offen, bekommt aber nichts mehr mit und kann sich nicht mehr (nie mehr) bewegen, ein Wachkoma sozusagen. Sie erkennt uns nicht mehr und kriegt selbst mit offenen Augen ihre Umwelt nicht mehr mit.

Ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Sie werden jetzt die Therapie auf ein Minimum herabsetzen, sodass sie in der momentanen Situation überleben kann, sie werden jedoch nicht mehr eingreifen wenn neue Symptome auftreten oder die bereits vorhandenen stärker werden. Wenn ihre Atmung wieder funktioniert werden sie die Beatmungsmaschine abstellen, wenn ihre eigene Atmung dann aber plötzlich nicht mehr funktioniert werden sie die Maschine nicht mehr einschalten. Sie hätte es so gewollt, denn so würde sie nicht weiterleben wollen. Der Arzt hat gesagt, dass sie höchstwahrscheinlich auf der Intensivstation versterben wird.

Es hört sich grausam an, und das ist es auch. Es fällt mir furchtbar schwer, dieses Beitrag zu schreiben, und bin schon wieder den Tränen nahe.

Es tut mir leid wenn sich hier in Zukunft weniger tut und ich nicht per Skype oder ähnliches mit anderen in Kontakt trete. Ich werde euch bescheid sagen wenn etwas passiert ist und auch weiterhin eure Kommentare entgegennehmen. Dankeschön für alles, was ich schon bekommen habe.

Das Leben muss weitergehen. Irgendwann werde ich darüber hinwegkommen und wieder richtig daran teilnehmen können. Und ich bedanke mich über jedes aufmunternde Wort.

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Medizinische Hochschule

4. Oktober 2009 3 Kommentare

Der Eingriff wurde durchgeführt und ich bin gerade aus der MHH (Med. Hochschule Hannover) zurück.

Zuerst haben wir 4 Stunden in der Notaufnahme gewartet. Irgendwelche Ausländer hatten sich geprügelt und wurden behandelt, wollten dies aber gar nicht. Unter viel Gebrüll und Beleidigungen musste die Polizei mehrmals eingreifen. Immer wieder wurden wir hingehalten, sogar weggescheucht. Nach 4 Stunden Ärger kommt plötzlich eine Schwester: „Ach, entschuldigung, ich hab es leider vergessen ihnen zu erzählen, aber die Frau liegt seit einer Stunde auf Station X.“ Leider war ich zu dieser Zeit kurz vor der Tür und meine Eltern haben mich dann mitgenommen, sonst hätte ich da Radau gemacht. Ich war wutgeladen.

Naja, auf jeden Fall liegt sie immer noch im künstlichen Koma und wird beatmet. Ihr Zustand ist jetzt weitgehend stabil, nur jetzt steht zur Frage ob sie ohne bleibende Schäden davon kommt, abhängig von der Dauer der Gefäßverstopfung.

Eigentlich sollte sie erst morgen zur MHH geliefert werden, aber ich bin wirklich erleichtert, dass das heute schon passiert ist. Die Sache war wirklich ganz schön knapp und ernst.

Ich muss die ganze Sache jetzt erstmal verdauen. Eventuell gibt es in den nächsten Tagen weniger Einträge, aber wenn ihr mir was zu sagen habt freue ich mich über jeden Kommentar. Vielen Dank!

Meine Oma hatte einen Schlaganfall

4. Oktober 2009 Kommentieren

Hallo Leute. Heute muss ich über ein ernstes Thema berichten.

Ich bin eben vorzeitig wieder nach Hannover gereist, denn meine Oma hatte die Nacht einen Schlaganfall. Wir waren eben im Krankenhaus. Eine lebenswichtige Nervenbahn im Gehirn ist verstopft und zu ihrer eigenen Sicherheit liegt sie nun im künstlichen Koma.

Momentan wird sie im die Medizinische Hochschule verlget, wo der äußerst komplizierte und riskante Eingriff durchgeführt wird. Ich habe echt Angst um sie.

Was mich ziemlich geschockt hat ist die Folge des Wissen vor 8 Podcasts, die iTunes eben heruntergeladen hat:

Schlag

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