Warum ich programmiere
26. März 2011 4 Kommentare
Ich möchte heute mal ein bisschen etwas zu mir selbst erzählen: Die Geschichte, wie ich zum Programmieren gekommen bin und was mich daran fasziniert. Viele “normale” Menschen können ja gar nicht verstehen warum ich es liebe, mich mit sowas auseinanderzusetzen:
[dateformatter setDateFormat:@"yyyy'-'MM'-'dd'-'HH':'mm':'ss"];
NSDateComponents* components = [calendar components:unitFlags fromDate:[NSDate date] toDate:[dateformatter dateFromString:@"2011-04-15-13:15:00"] options:0];
[daysLabel setText:[NSString stringWithFormat:@"%d Tag(e)",[components day],nil]];
[statusLabel setText:[NSString stringWithFormat:@"%d:%d:%d",[components hour],[components minute], [components second], nil]];
Nebenbei gesagt brauche ich dringend einen Objective-C Syntax Highlighter
Zurück zum Thema. Man kann an dieses Thema ja mit der Einstellung “irgendeiner muss es ja machen” herangehen, aber ich will mich ja nicht selbst abwerten und außerdem ist es eine Tätigkeit, die Spaß macht, und keine Zwangsarbeit. Meine Kindheit und vor allen Dingen auch die seit kurzem bestehende Zusammenarbeit mit Apple’s Plattformen (und damit der “Umstieg” von VB zu Obj-C) hat meine Einstellung zum Programmieren und dem Sinn dahinter grundlegend geprägt.
Es mag sein, dass meine Affinität zu Computern und Technik an sich das Resultat daraus ist, dass ich meinen ersten Computer bereits mit 6 Jahren bekommen habe neben einer kleinen Einführung in Word und Paint von meinem Vater. Das reichte mir natürlich nicht und per Learning By Doing hatte ich bald die komplette Bedienung raus. Und da auch das irgendwann nicht mehr ausreichte wollte ich mich von den Grenzen der von damals Windows ME bereitgestellten Funktionen lösen – ich wollte die komplette Kontrolle über den Computer. Ich wollte dass er genau das macht, was ich ihm sage.
Gewissermaßen hatte ich Bedenken, dass mich der Computer in meiner Kreativität einschränkt. Dass nicht ich ihn kontrolliere, sondern er mich. (Dass der Computer die Welt beherrschen wird
) Was ja auch heutzutage gar nicht mehr so abwegig ist. Und genau das ist es, was mich am Programmieren reizt: Der Computer wurde erschaffen um das zu machen, was ich will.
So kam ich dann irgendwann auch auf Visual Studio und das sehr hilfreiche Forum, was inzwischen .NET Base heißt. Damit hab ich dann auch nur unnützen Schrott geschrieben. Gut, ab und zu schreibe ich heute noch damit Komponenten wie den KBS und das nKF, welche sich inzwischen auch ganz auf das konzentrieren, was ich kann und mag: Interface Design. Kreativer Einsatz vorhandener Designmittel und das Kreieren völlig neuer Sachen hat es mir angetan.
Irgendwann kam ich dann auf Apple, zuerst Mac OS X und später iOS. Ich war einer der Kritiker des 1. iPhones weil ich, wie es viele Computernutzer immer noch tun, nur oberflächlich auf die Preise und Spezifikationen geschaut habe anstatt auch die inneren Werte zu betrachten. Design, Usability – das sind Sachen die mich heute noch bei Konkurrenzprodukten erschüttern. Das ist das, was Apple (außer beim iPhone 4) einfach drauf hat.
Weil inzwischen Programmieren zu einem Hobby geworden ist und ein langfristiger Umstieg von Windows auf Mac OS X nicht abwegig war habe ich dann auch dort mein Glück versucht und bin mit Qt und Xcode zuerst gescheitert. Den richtigen Tritt in den Hintern hat mir der Podcast von Peter und Ingo gegeben und nachdem das Fundamentale begriffen war ging der Rest mit ein paar Büchern. Das hört sich jetzt zwar einfach an aber ich glaube, es gibt keinen schwereren Umstieg als den von VB auf Obj-C. Speicherverwaltung, Smalltalk-ähnliche Syntax, Apple Frameworks; das schlägt ein wie eine Granate.
Wie schon erwähnt, hat Apple meine Einstellung zur Softwareentwicklung noch mal grundlegend verändert: Ein Programm sollte das tun was es soll und gleichzeitig Spaß bei der Bedienung machen. Beispielsweise sollte ein Klick auf einen Knopf eine sofortige Reaktion zeigen, bei zusätzlichen Ladezeiten sollte ein Programm Wartebildschirme verwenden, allgemein ist Warten zu vermeiden. Dies ist der Grund dafür, warum sich die Bedienung eines iPhones viel flüssiger anfühlt als die eines Computers. “Don’t disappoint your users – surprise them instead!”
Demnach ist das Programmieren nicht mehr ein Hobby für mich. Es ist kein Ziel mehr sondern eher eine Verpflichtung, und zwar an die User. Die Verpflichtung, das alltägliche Leben, in dem Computer und Mobilgeräte inzwischen Standard sind, so angenehm wie möglich zu gestalten. Etwas zu entwickeln, mit dem jedermann umgehen kann und jedermann Spaß hat – das macht mich glücklich. Schaut euch Apple’s Video zum 1-jährigen Jubiläum des iPad an, dann versteht ihr was ich meine.
Deshalb programmiere ich. Alles klar?


Schöner Artikel finde ich, bist mir glatt symphatischer geworden!
Danke
Du mußt mir nicht danken, ich bin Deine Mudda, ich muss Dich einfach mögen!
Na dann^^